Stimmrecht & Eherenamt

Selbstrepräsentation ist ein großer Teil des Self-Empowerments, dem wir die Plattform geben, um den Ehrgeiz des Einzelnen zu steigern, sich selbst zu ermächtigen und in verschiedenen politischen, wirtschaftlichen oder bildungspolitischen Bereichen aktiv zu werden. Die Veranstaltung am 9. und 16. September 2021 war ein gutes Beispiel für viele afrikanische Geflüchtete, die das Thema Wahlrecht und soziales Engagement in interkulturellen Orten in Berlin gesehen und gehört zu haben. Wir konnten beweisen, dass wir in der Lage sind, eine Veranstaltung in einem offenen Raum zu organisieren und durchzuführen. Wir hatten bei der ersten Veranstaltung mehr als 50 Teilnehmer und bei der zweiten mehr als 40, die sowohl den musikalischen als auch den sprachlichen Beiträgen lauschten. Einige mischten sich mit Fragen ein oder berichteten von ihren eigenen Erfahrungen auf dem Weg zur Migration in Deutschland. Besonders wichtig war auch die übergreifende Botschaft an die Besitzer des KINDL Areals und die allgemeine Gesellschaft, die Wichtigkeit von Akzeptanz und gemeinsamem Lernen beim Thema Migration zu verstehen.

Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die nicht nur uns, sondern auch den Teilnehmenden Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Zukunft für die Schwierigkeiten afrikanischer Geflüchtete in Deutschland gegeben hat.

Einladungstext:

Es gibt ein sehr wichtiges Thema in unserer Gemeinschaft, das dringend unserer Aufmerksamkeit bedarf. Es ist notwendig, kritisch zu hinterfragen, wie Interkulturalität in der Stadt Berlin und anderen interkulturellen Räumen oder „sicheren Räumen“ praktiziert wird. Marginalisierte Schwarze Menschen sind immer noch mit systemischer und struktureller Ausgrenzung konfrontiert. Dies geschieht auch dann, wenn sich Menschen mit guten Absichten engagieren, aber in ihrem Alltag keine Zeit haben, ihr Handeln durch neue Perspektiven kritisch zu reflektieren. Wir hatten festgestellt, dass es notwendig ist, Interkulturalität auf einer kritischen Basis zu diskutieren. Im Zentrum interkultureller Räume oder sogar „sicherer Räume“ sind unterprivilegierte Schwarze Menschen immer noch mit Ausgrenzung auf struktureller Ebene konfrontiert. Auch wenn jeder gute Absichten in seinem Handeln hat, bleibt im Alltag oft keine Zeit, um zu reflektieren und andere Perspektiven zu durchschauen.

Aufgrund der ständigen Kritik und Selbstreflexion im interkulturellen Miteinander, haben wir 2018 den African Refugee Infopoint in Berlin gegründet. Hier haben wir eine Plattform für Self-Empowerment geschaffen und eine Struktur für politische Arbeit auf der Basis von Menschenrechten insbesondere für marginalisierte Schwarze Menschen ohne Privilegien aufgebaut. Als unabhängige Initiative arbeiten wir ehrenamtlich, bieten Beratungen für unsere Zielgruppe an und organisieren Veranstaltungen zur Stärkung, Bewusstseinsbildung und Inspiration auf afrikanischer kultureller und politischer Ebene für Einzelpersonen, die wir in interkulturelle Räume bringen.

Aufgrund der Schwierigkeiten, die sich aus der Diskriminierung aufgrund des Zugangs für Schwarze ergeben, ist es dringend notwendig, Lösungen zu finden. Gleicher Zugang für alle basiert auf der Integrationsbereitschaft der Mehrheitsgesellschaft gegenüber schwarzen Flüchtlingen.

Neben der Sensibilität für andere Kulturen ist auch Geduld gefragt, um Missverständnisse zu überwinden. Es gibt viel Kommunikationsarbeit zu leisten, damit Integration gelingt.

Aus diesem Grund planen wir eine Veranstaltung zur Beteiligung am Wahlrecht und zur ehrenamtlichen Arbeit in interkulturellen Räumen in Berlin. Zwischen den drei Themen gibt es eine Verbindung, die uns als Einzelne und uns in unserer Gemeinschaft der Gleichberechtigung näher
bringen kann.

Um diese Möglichkeiten gemeinsam zu erkunden, laden wir Sie ein, als Gast oder als Vertreter Ihrer Organisation teilzunehmen.


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